Um Punkt neun standen mein Papa und ich am Samstag vorm Mömax, um ein Bett zu kaufen (und einen Küchentisch, einen Teppisch, einen Mülleimer, diverse Glühbirnen und und und). Bedauerlicherweise war die Auswahl an Betten wirklich mau; es gab nur eines, das in die engere Auswahl kommen hätte können und das war wirklich, wirklich teuer. Wir haben da also nur den Teppich genommen und etwas für meine Schwester und sind dann zum Ikea weiter gefahren. Das war dann wieder eine meiner Pioniertaten: Ich habe das erste Mal, seit ich Ikea kenne, dort auch Möbel gekauft! Jetzt habe ich auch ein katholisches Bett! Auf einmal ist so viel mehr Platz in meiner Zimmer. :) Und endlich, ENDLICH, habe ich auch ein Nachtkastl.Und mein Bett hat Schubladen. :) Und als Tisch hab ich einen kleinen Gartentisch, den man zusammen klappen kann. - Jetzt kann ich überall essen, im Wohnzimmer und in der Küche. Total praktisch. :)
Schwer bepackt mit allerhand Zeug sind wir dann recht spät Heim gefahren. So spät, dass mein Papa gleich schon im Auto beschlossen hat, noch eine Nacht länger zu bleiben, weil er nicht mehr Heim fahren könnte. Die Autofahrt war recht abenteuerlich,weil wir hatten so viel Zeug eingepackt, dass ich fast keinen Platz mehr hatte (habe schon überlegt, öffentlich Heim zu fahren, damit schon alles steht, wenn ich ankomme :)). Als wir los fuhren, habe ich zur Muttergottes gebetet, dass wir, wenn wir daheim sind, gleich einen Parkplatz bekommen und am besten gleich vor der Haustüre. "Mother Mary, full of grace, please give us a parking space". -Mit dem kleinen Zusatz, dass ich schon früh genug bete, damit sie genug Zeit hat, zu wirken. :) Und es war sooooo genial, denn als wir ankamen, war tatsächlich direkt vor der Haustüre ein Parkplatz frei. :) :) Meinen Papa hat das natürlich voll gefreut, ich habe aber verzichtet, ihn darauf hinzuweisen, dass wir das Maria zu verdanken haben, denn er hätte nur gegrummelt.
Mein Papa hat dann meine Möbel aufgebaut (und ich hab ihm so weit geholfen,wie mir das möglich war) und ich habe währenddessen einen neuen Lampenschirm auf meine Lampe gemacht - und ich war damit VÖLLIG überfordert. Aber irgendwann hab ich es dann doch gerafft (das Zauberwort war "Sicherheitsring"); das Problem war, dass ich die Zeichnung einfach nicht gecheckt hatte. Ich tu mir bei ausformulierten Beschreibungen leichter und tanze damit leider aus der Reihe der Mehrheit der Weltbevölkerung. So ein Schmarren! Später habe ich gelernt, wie man Muttern anzieht (zuerst hatte ich überhaupt einmal gelernt, was eine Mutter ist!); mein Papa war etwas "lichtzoag" mit mir, weil ich mich recht ungeschickt angestellt hatte ... aber Mensch, es war das erste Mal, dass ich das getan hatte und überhaupt: Er kann nicht einmal einen Zopf flechten,also warum soll ich mich schlecht fühlen, weil ich keine Muttern anziehen kann. Ich hatte ihn auch recht scharf darauf hingewiesen und ich glaube, er hatte auch ein schlechtes Gewissen wegen seinen dummen Aussagen. Jedenfalls standen am Schluss alle Möbel, meine Lampe war richtig montiert und mein neuer Mülleimer hatte alle seiner Griffe. :)
Zum Schluss hängte mein Papa noch einen anderen Lampenschirm auf (erstaunlich, wie viel LICHT ich nun endlich habe!) und während er in meinem Bett Probe lag, habe ich das tolle Essen gekocht, das eigentlich für den Vortrag geplant war. Das war soooo gut. Ich sollte öfters richtig kochen. :)
Ich habe dann in meinem neuen Bett geschlafen und er auf der Matratze am Boden. - Es ist schon schräg, wenn ich jetzt Besuch bekomme, schlafe ich im katholischen Bett und mein Besuch auf der großen Matratze am Boden (dafür muss ich nur ein bisschen von den anderen Möbeln verschieben, sonst hat sie keinen Platz). Ich habe jetzt Büro, Schlafzimmer und Wohnzimmer auf zehn Quadratmetern. :)
Es wurde Abend und es wurde Nacht. - Zweiter Tag. :)


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