Mittwoch, 20. Mai 2015

Der wahnwitzige Bewerbungsalltag

Mittlerweile ist die erste Woche meines Bewerbungstrainings (eine Woche geht von Donnerstag bis Donnerstag) um: Drei Workshops, einmal Einzelcoaching.

Der erste Workshop war am Freitag, ein Zwickeltag. Wir waren nur zu sechst (dann zu fünft, weil einer im falschen Kurs saß) und ich war dort wohl die Motivierteste. Der Workshop am Freitag war sehr ernüchternd und ich war regelrecht enttäuscht danach.
Das Einzelcoaching am Montag war nicht schlecht; sie hat meinen Lebenslauf auseinander genommen und meinte, ich sollte am Akademikerin unbedingt "Curriculum Vitae" schreiben, was mir ja total widerstrebt. Das klingt nicht nach mir und ich habe dagegen eine nicht näher begründbare Abneigung. Heute habe ich mich aber mit einem unterhalten und ihm von meiner CV-Abneigung erzählt und der meinte, gerade dadurch, dass ich "Lebenslauf" schreibe, würde ich mich von der Masse abheben. Das finde ich gut. Ich werde auch weiterhin also meinen Lebenslauf und nicht meinen Curriculum Vitae verschicken. Viele Tipps waren gut und die Coach war begeistert von meiner liebevollen Gestaltung des Briefkopfs. :) (Sie sagte, ich sei kreativ, nämlich!). Mein neustes Motivationsschreiben fand sie auch unglaublich toll. Genau!

Heute hatte ich dann gleich zwei Workshops und aufgrund der Ernüchterung am Freitag hatte ich ein mulmiges Gefühl. Völlig umsonst, beide waren wirklich spitze. Der erste handelte von Kommunikation und den ganzen Vormittag über dachte ich an diverse ehemalige Mitschwestern (an eine ganz besonders), besonders dann, wenn davon die Rede war, wie Missverständnisse entstehen usw.
Am Nachmittag ging es um Videobewerbungen. Der Workshop war ja soooo cool. Wir waren bloß zu viert, die Vortragende war super genial und ich überlege ernsthaft, in eine Videobewerbung zu investieren ... längerfristig. Wenn ich nicht bald einen Job finde.

Gestern hatte ich eineinhalb Bewerbungsgespräche. Das war schräg. Vom ersten wusste ich, da wurde ich am Montag angerufen und für Dienstag eingeladen. Es lief auch recht gut, aber es sind massenhaft Bewerber. Aber wenigstens hab ich nicht das Gefühl, es vermasselt zu haben. Der Typ war mir sympathisch, wir sind auf einer Wellenlänge geschwommen, ich konnte die Rechtsfrage beantworten (das hat ihn ein bisschen überrascht, aber die war so leicht ... ), was er gesagt hat, hat mich nicht böse überrascht oder schockiert ... Jetzt heißt es nur mehr hoffen und beten.
Das "halbe" Vorstellungsgespräch war ein Telefonat: Ich hatte mich bei einer Stelle beworben und gestern hat mich die Personalerin angerufen und gefragt, warum ich mich beworben habe, was meine Stärken sind, welche Gehaltsvorstellungen ich habe etc. Und dann am Schluss hat sie mich zu einem Gespräch für Freitag eingeladen. Das war echt schräg. Vielleicht bekomm ich ja einen der beiden Jobs. Wäre cool. :)


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