Sozusagen. Ein bisschen.
Wir waren dort und hörten den Vorstellungen der verschiedenen Gemeinschaften/Reisegruppierungen zu und einige Freunde und ich bekamen mit, dass der Weihbischof fast kollabierte. Er fächerte sich mit einem Stück Papier ganz viel Luft zu und schaut einfach nur schlecht aus. Ganz schlecht.
Damals bekamen wir in unserem WYD Package auch Fächer und Benjamin hatte aus einen Grund, den ich nicht kenne, zwei davon. Nach kurzer Diskussion haben wir einen davon zum Weihbischof "rüber" geschickt. Also irgendwem in die Hand gedrückt, und gesagt, er soll ihn weiter geben. Das hat super funktioniert und der Weihbischof hat auch unglaublich dankbar ausgeschaut.
Blöderweise hat er immer noch so ausgeschaut, als würde er gleich kollabieren. Ich hatte in meinem Rucksack eine Wasserflasche, die ich noch nicht geöffnet hatte, also hab ich diese kurzerhand wieder zum Weihbischof rüber geschickt. Er hat sich wirklich gefreut! Und gaaaanz demütig ließ er zuerst Kardinal Schönborn einen Schluck trinken, dann die anderen anwesenden Bischöfe und dann, ganz am Schluss, nahm er einen Schluck. Und dann ließ er die Flasche wieder zu mir zurück wandern, was mich ziemlich überfordert hat. Was mach ich denn mit einer Wasserflasche, aus der vier oder fünf Bischöfe getrunken haben? Nach dem Österreichertreffen habe ich sie also den Weihbischof geschenkt. Und jetzt ist der Weihbischof ein Erzbischof. :)
Vor sechs Jahren war ich in Genua. Auf diese Zeit blicke ich mit sehr gemischten Gefühlen zurück, aber gerne erinnere ich mich an meine Ausflüge ans Meer. Genua selbst hat keinen wirklichen Badestrand (obwohl, wenn man in die äußeren Bezirke fährt, den Versuch eines Badestrandes erlebt). Genua ist eine Industriestadt, sie hat einen Industriehafen. Das Wasser ist dort nicht zum Baden gedacht und es ist auch wirklich, wirklich eklig. Am besten, man fährt also in eines der Nachbardörfer. - Und das habe ich oft getan. Wassermäßig war es am schönsten in Varazze, aber dort gab es keinen schönen Badestrand, von Santa Magharita Ligure war ich enttäuscht, weil das Wasser unglaublich eklig war. Am schönsten war es in Camogli; das Wasser war nicht so schön wie in Varazze, aber zusammen mit dem schönen Strand war es dort echt fein. Schlechte Erinnerungen hab ich an Pegli (einen Stadtteil von Genua): Strand dreckig, Wasser dreckig UND ich bekam dann eine heftige Sonnenallergie. Nervi (auch ein Stadtteil von Genua) habe ich geliebt, aber bademäßig war es dort auch nicht so besonders.
Und diese Tage erinnern mich unglaublich an meine Zeit in Genua. Ich habe dort sehr viel alleine gemacht, weil ich keine wirklichen Freunde hatte. Bekannte schon, aber halt keine Freunde. Und so bin ich fast jeden Tag in den Zug gestiegen und in einen der Nachbarorte von Genua gefahren. Und da Genua so groß ist, fuhr man da ziemlich lange (gut 50min, wobei man 40min durch Genua fuhr).
Ich hatte ein Buch mit, Cola (!) und was zu essen und hab mich gesonnt und gebadet (bitte beachtet, wie braun ich auf den Fotos bin!!!).
Jetzt, sechs Jahre später, bin ich in Wien. Ich spreche die Sprache, habe aber bis auf Nene und Carina keine Freunde in Wien (sonst nur Bekannte), also wiederhole ich das, was ich in Genua gelernt habe: Ich schnappe mir mein Badezeug, ich schnappe mir ein Buch (bzw die Flow <3) und dann geh ich baaaaaden. Der Unterschied zu Genua ist, dass ich mich nicht einsam fühle, weil ich mein Handy dabei hab und gaaaanz viele Nachrichten schreibe. Gestern hab ich auch wieder mal länger mit Petronella telefoniert.
Und ganz wichtig: Die Leute sprechen hier DEUTSCH! Zumindest die meisten. Ich kann mich verständigen. :)

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