Sonntag, 5. Juli 2015

An der schönen blauen Donau

Da ich erst um sieben aus dem Büro raus komme und das lange im Büro sitzen noch nicht gewohnt bin und darum extrem müde bin, wenn ich endlich Heim komme, hab ich vom schönen Wetter leider nichts. Zum Glück ist das Wetter aber auch am Wochenende schön (obwohl ich ja so ein Schlafbedürfnis habe, dass es mir lieber wäre, es wäre grausig und würde regnen, sodass ich guten Gewissens nur schlafen könnte ;)).

Gestern hatte ich mein Badezeug schon mit in die Arbeit und dann bin ich (fast) direkt zur alten Donau gefahren (von meiner Arbeit bis zur Station Alte Donau sind es ca. 20min mit der U-Bahn, also nicht sonderlich weit). Ich bin dann zum Strandbad Alte Donau gegangen und war total schockiert, weil eine unglaublich lange Schlange vorne heraußen war (ich bin dann drauf gekommen, dass aber vier der Eintritt billiger war und halt alle gewartet haben, bis es vier wird). Ich habe mir eine Kabine geleistet, weil ich das ganze Zeug ja von der Arbeit dabei hatte. Haha, da ich dort aber erst einmal war, hab ich die Kabinen nicht gefunden. Was bin ich lange bei der Affenhitze durch das Strandbad geirrt! Aber ich habe nicht gemurrt und nicht gemeckert, weil in der Arbeit hatten meine Kollegen die Klimaanlage  voll aufgedreht und mir war einfach so viel zu kalt. Kurz vorm Heimgehen wurde ich dann schon so grantig, weil mir einfach so kalt war und ich gar nicht wusste, wie ich mich wärmen sollte. Normalerweise hilft es, das Fenster aufzumachen und die warme Luft reinzulassen, aber die hatte gestern gar keine Chance gegen die Klima! So habe ich beim Kabinesuchen zwar total geschwitzt, aber meine steifen Gliedmassen waren dankbar! Die Kabine war dann klein und eklig und ich dachte zuerst, ich hätte mich von innen eingesperrt und komme nicht mehr herauß, aber zum Glück hab ich dann doch den Mechanismus gecheckt. :)

Ich habe mir dann ein feines Platzerl gesucht und mich gesonnt, in der Flow gelesen, war im Wasser, habe telefoniert und das Leben genossen. Und ich habe mich gefreut, keine Nonne mehr zu sein, weil DAS gibt es für Nonnen höchstens im Urlaub. Natürlich, wenn man ins Kloster eintritt, weiß man das. Aber wie einem so etwas fehlt, kann man vorher nicht erahnen. Vielen ist das vielleicht nicht wichtig, mir schon. Wieder etwas, woran sich meine mangelnde monastische Berufung zeigt. ;)

Heute habe ich dann gaaaaanz lange geschlafen (also wirklich lange), aber was soll ich bei der argen Mittagshitze sonst Großartiges tun? Raus gehen? NEIN!!! Am etwas späteren Nachmittag hab ich dann wieder meine sieben Sachen zusammen gepackt und war wieder an der Donau, dieses Mal aber im Arbeiterstrandbad - der Eintritt ist dort frei (dieses Mal hatte ich ja nichts von der Arbeit dabei). Es war soooo herrlich. Das Wasser war angenehmer als gestern und ich hab es einfach so genossen! Ich war sogar zweimal im Wasser (ich bin weniger der Schwimmer, als der Bader ... ich gehe ins Wasser um mich abzukühlen, nicht, um Sport zu treiben) und wollte sogar ans andere Ufer schwimmen, aber nach einem Drittel der Strecke haben mich von unten irgendwelche Wasserpflanzen berührt und das hat mich geekelt, also bin ich wieder an den Rand, wo ich "sicher" war. Einmal ist eine Frau mit ihrem kleinen Hund an mir vorbeigeschwommen. Der Hund war sogar an der Leine!!!

Ich hätte noch ewig bleiben können, aber es wurde dann doch etwas kühler und ich war zum Skypen verabredet, also bin ich dann Heim. Ich glaube, ganz Wien ist genau mit diesem einen Bus gefahren, mit dem ich auch gefahren bin ...

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